Finnairs neueste Errungenschaft

Flottenmodernisierung auf der Langstrecke

Am 07. Oktober 2015 war es endlich soweit: mit Finnair erhielt die erste europäische Fluggesellschaft, weltweit die dritte Airline überhaupt, ihren sehnlichst erwarteten Airbus A350-900 (XWB). Damit beginnt auch für europäische Fluggesellschaften ein neues Zeitalter im Langstreckenflugverkehr. Bevor die Maschine allerdings ab 21. November 2015 in den planmäßigen Langstreckenbetrieb geht, wurde sie im europäischen Streckennetz getestet und den Kunden vorgestellt. So besuchte der A350 am 13. Oktober auch Berlin-Tegel.


Wenn auch nicht sofort direkt spürbar, so trägt speziell die Klimatisierung zum höheren Wohlbefinden der Passagiere auf der Langstrecke bei.

Sowohl die erhöhte Luftfeuchtigkeit als auch der niedrigere Kabineninnendruck sind ein wertvoller Komfortgewinn.

Für den Passagier ist das neue Bordprodukt sofort spürbar: preisgekröntes Kabinendesign mit heller, freundlicher Bestuhlung und komfortablem Sitzabstand (ca. 80cm in der Economy Class, insgesamt eine Drei-Klassen-Konfiguration), in die Sitze integriertes Inflight-Entertainment-System mit großen Touchscreen Monitoren und einem sehr breitgefächerten Unterhaltungsangebot; ein Beleuchtungskonzept, das sich der Tages- und Jahreszeit anpasst…

Finnair hat bisher insgesamt 19 Airbus A350 bestellt, die bis 2020 ausgeliefert werden sollen und die bisherigen, unwirtschaftlicheren Airbus A340-300 ersetzen. Speziell auf der Langstrecke nach Asien, für die Helsinki als strategisch günstige Drehscheibe fungiert, soll hiermit ein sehr wettbewerbsfähiges Produkt angeboten werden.

SoFi einmal anders - Flug in den Kernschatten

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Am 20.03.2015 bot sich die seltene Gelegenheit, in Europa eine Totale Sonnenfinsternis (SoFi) zu beobachten, allerdings kaum über dem Festland. Die SoFi begann im Gebiet über dem Nordatlantik ca. 700km südlich von Grönland. Der Kernschatten zog dann mit mehrfacher Schallgeschwindigkeit nach Nordosten, südlich an Island vorbei über die Faröer Inseln und Spitzbergen. Er erreicht hier eine maximale Totalitätsdauer von 2:47 Minuten.
Sonderflüge boten die Gelegenheit, dieses außergewöhnliche Schauspiel "aus nächster Nähe" ungetrübt zu erleben. Größter Anbieter dafür sind die auf Sonderflugreisen spezialisierte airevents/Deutsche Polarflug (www.airevents.de) sowie der auf nordische und polare Themen spezialisierte Veranstalter Eclipse Reisen. Beide Unternehmen schlossen sich für dieses sehr anspruchsvolle und sehr komplexe Projekt zusammen. Gemeinsam mit dem langjährigen, sehr erfahrenen und professionellen Partner airberlin begannen die aufwändigen und anspruchsvollen Planungen und Berechnungen. Aufgrund der hohen Nachfrage wurden drei Maschinen der Typen Boeing 737-800 sowie Airbus A 320 gechartert. Wie wichtig die exakten Berechnungen sowie die navigatorische Profession der Cockpit-Crew hierfür ist – sie musste die Maschine exakt auf die Sekunde zum definierten Ort bringen - verdeutlicht nachfolgender Auszug aus der Reisebeschreibung der Veranstalter:

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"….Südwestlich der Faröer Inseln erleben wir in einer Höhe von 37000ft. die Totale Sonnenfinsternis über dem Nordatlantik. Wir haben nicht nur die Wolken, sondern auch ¾ der Erdatmosphäre unter uns. Daher ist der Himmel dunkler und die Durchsicht besser als von jedem Platz an der Erdoberfläche aus. Der Flugpfad wurde von einem renommierten US-amerikanischen Astronomen, der sich auf die Planung von Sonnenfinsternisflügen spezialisiert hat so berechnet, dass die Totalitätsdauer auf 3:44min. verlängert wird…".

Es gab also nur den einen Versuch!
Die Erwartungshaltung der Fluggäste (Laien, Hobbywissenschaftler oder Profiastronomen) war sehr hoch! Sie kamen von überall aus der Welt. Eine Maschine füllten allein die teilnehmenden Amerikaner, bestens vorbereitet und mit zum Teil aufwändigen Simulationen auf Ihren Laptops. Nicht nur die Amerikaner waren extrem beeindruckt von der perfekten Performance von airberlin.
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Alle drei Maschinen waren auf dem Punkt genau im zugewiesenen Raum. Perfekt überwacht und gesteuert von der Luftraumüberwachung Keflavik erfolgte auch der anschließende Flug im Kernschatten. Die Isländer sind für diesen Luftraum zuständig und hatten nicht nur die maximal 22 SoFi-Flugzeuge aller Größen zu koordinieren, sondern auch den ganz normalen Transatlantik-Linienverkehr!. So wurde dann beobachtet, gefilmt, fotografiert und gestaunt…..und nach genau 1 Minute und 45 Sekunden tauschten die Fensterplatzpassagiere in 10 Sekunden ihren Platz mit dem am Gang sitzenden Fluggast. Das wurde vorher 2x geübt und gewährleistete allen Mitfliegenden einen ausgiebigen Blick auf die Schönheit der Corona um den Mond. Die nächste Totale Sonnenfinsternis in Europa findet am 12.08.2026 statt: http://www.sonnenfinsternis.org/sofi2026t/index.htm

 

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